Ein sehr einschneidendes Erlebnis war meine gesundheitliche Krise 2017. Das Team von feel-god.de hat meinen Erfahrungsbericht in einem Video präsentiert.
Wenn die Angst regiert
So ziemlich jeder in München kennt das Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) und war dort schon oder ist dort öfter. Amok an einem solchen Ort – das hebt die schrecklichen Ereignisse noch einmal auf ein anderes Niveau, weil jeder weiß: da hätte ich zum Zeitpunkt der Tat auch gerade sein können.
Als sich die Ereignisse am Freitagabend überschlagen, sind wir im Gemeindezentrum. „Ich kann nicht zum Treffen des Besuchtsteams kommen“, whatsappt eine Schwester, die im Stau wegen der Straßensperrung steht. Im Saal beten gerade unsere iranischen Freunde, die sich am Sonntag taufen lassen wollen. Sie warten, dass die Küche frei wird, dass sie noch gemeinsam kochen können. Im Garten und Untergeschoss bereiten die Royal Rangers ihr Jahresabschlussgrillen vor.
München unter Schock! Dass der Nahverkehr komplett eingestellt wird, gab es bisher fast nie. Viele stranden, kommen nicht weiter, müssen im Büro übernachten, wie mein Sohn. „Wir haben erstmal unsere Familie durchgezählt“, schreibt B.. Über buchstäblich alle Kanäle kommen die Anfragen, aus dem ganzen Land und Europa wird Anteilnahme geäußert. Wie geht es euch? Seid ihr wohlauf? Der Präses der polnischen Pfingstbewegung, Marek Kaminski, mailt seine Anteilnahme, „wir beten für München“. Ähnliche Nachrichten aus Berlin und Norwegen. Danke für alle Anteilnahme!
Als Gemeinde denken wir an den 6.1.16 zurück. Wir hatten einen Besucher aus Polen, der uns folgendes geistliches Wort weitergab: „In einem Bild sah ich einen Knopf, auf dem ein Name zu lesen war. Das ist quasi ein Notfallknopf, den man sofort drücken muss. Gott sagt euch als Gemeinde, dass ihr jetzt nicht warten dürft, sondern ihr sollt eintreten und beten für die Menschen, die jetzt terroristische Angriffe in diesem Land planen. Die Gemeinde soll nicht warten, sondern sofort etwas tun. Ich glaube, dass die Aufgabe jetzt darin besteht aufzustehen und zu beten und einzustehen für den Schutz der Gemeinde und den Schutz der Stadt.“
Inzwischen haben wir als Gemeinde dieses Wort immer wieder aufgegriffen, daran erinnert, dafür gebetet. Haben wir es genug getan? Wir wollen das neu aufgreifen und für unser Land, für unsere Stadt beten. Selbst die Tagesthemen wussten in ihrer Dauersendung gegen Mitternacht zu berichten, dass der häufigste Hashtag des Abends „PrayforGermany“ war.
„Pray for München“ – für die Stadt, für das Land beten – das ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde. Auch das ging am Abend über Facebook. Danke allen, die sich dabei mit einbringen. Wenn wir uns jetzt von der Angst regieren lassen, sind wir schlecht beraten! Beten, Gott suchen – das ist der Schlüssel. Wir müssen aber mit der Herausforderung leben, dass solche Ereignisse in Zukunft sicher nicht seltener werden. Viele Menschen, so sagte der Sprecher der Münchner Polizei, sind am Abend in Panik durch die Innenstadt gerannt, obwohl dort nicht wirklich etwas los war. Die Angst regiert!
„In der Welt habt ihr Angst“, sagt Jesus, „aber, siehe, ich habe die Welt überwunden“. Anders ausgedrückt: “Wenn ihr mir vertraut, braucht euch die Angst nicht beherrschen – denn ich bin euer Herr.“
„Alle unsere Jungs sind sicher daheim, der Bus ist wieder am Gemeindezentrum, ich bin auf dem Weg nach Hause“, whatsappt mir A., der Leiter unserer persischen Gruppe, gegen 1:15 Uhr. Vorher wurden die Rangers nach Hause gebracht! Danke, Herr, für Menschen, die anderen in Hingabe dienen.
Ich muss aufhören zu schreiben, weil ich los muss. Gleich baut unser Hausmeister im Gemeindezentrum den neuen Taufpool auf! Fast 20 Leute haben sich angemeldet, um sich morgen in einem der drei Gottesdienste taufen zu lassen, davon einige Flüchtlinge.
Ein Zeichen der Hoffnung und Freude in unserer Stadt – TROTZ, oder gerade IN der aktuellen Lage.
BFP wächst weiter
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR (BFP) wächst kontinuierlich weiter. Der Generalsekretär Peter Bregy (Erzhausen) gab im Juni bei der Vorstandsklausur die zahlenmäßige Entwicklung der zweitgrößten Freikirche in Deutschland bekannt.
Der BFP ist in den Jahren 2013 und 2014 um knapp 3.000 Personen gewachsen. 51.896 Mitglieder in 778 Gemeinden verzeichnet der BFP per 1.1.2015 gegenüber 48.988 Mitglieder in 783 Gemeinden zum letzten Berichtzeitraum am 1.1.2013. Der Generalsekretär erläutert dazu: „Hatten wir schon beim letzten Bericht im Jahr 2013 ein Mitgliederwachstum von 6%, so setzt sich diese Entwicklung mit 5,9% annähernd ungebrochen fort. Wesentlich daran ist, dass diese Steigerung durch gemeindeinternes Wachstum geschehen ist“. Als Mitglieder im BFP werden nur auf eigenen Wunsch getaufte Personen (Glaubenstaufe) gezählt.
Für das Kalenderjahr 2014 wurden 2.559 Glaubenstaufen gemeldet, was verglichen mit der Zahl vor zwei Jahren ein fast identischer Wert ist. „Die Taufzahlen erheben wir jeweils nur für das letzte Kalenderjahr“, erklärt Bregy.
Bei der Zahl der Gemeinden verzeichnet der BFP einen leichten Rückgang um fünf Gemeinden gegenüber dem Berichtszeitpunkt vor zwei Jahren. „Das ist immer eine Momentaufnahme“, erörtert der Generalsekretär. „Manche Gemeindeneugründungen entwickeln sich nicht so wie erwartet. Dadurch geschieht hier eine Korrektur, wenn gesundes Wachstum ausbleibt. Etliche Gemeinden und Gemeindegründungen stehen aber zur Aufnahme in den Bund an.“ Das Ziel, „1000 Gemeinden sind nicht genug“ ist nach wie vor fest im Visier der BFP-Bundesleitung und des Gemeindegründungswerkes (GGW).
291 Gemeinden des BFP haben einen anderssprachigen Hintergrund, was 37,4% der BFP-Gemeinden ausmacht. Zu diesen Gemeinden gehören ca. 14.000 Mitglieder (27% der Gesamtmitgliederzahl). Zahlenmäßig am stärksten ist der BFP weiter in Baden-Württemberg vertreten. Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Region Nordrhein-Westfalen.
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR (BFP) ist die zweitgrößte Freikirche innerhalb der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland. Vom 21. bis 24. September findet die nächste BFP-Bundeskonferenz in Willingen/Upland mit dem Thema „Gottes Kraft und unser Bestes“ statt. Weitere Infos unter www.bfp.de.
Quelle: Pressemeldung des BFP
Esslinger Leiterforum – „Leiter am Donnerstag“
Mein Pastorenkollege Lothar Krauss betreibt seinen Blog Esslinger Leiterforum.
Lothar, du machst da eine supertolle Arbeit! Weiter so!
Zur Eröffung der neuen Reihe „Leiter am Donnerstag“ hat er einen Beitrag von mir veröffentlicht. Danke, Lothar, für die Ehre, der erste sein zu dürfen!
Jürgen und Guntmar: Die Männer hinter dem Livestream
„Das kommt an“ war das Motto der BFP-Medienkonferenz 2013 in Kirchheim. „Wie können wir neue Wege gehen, um unsere Botschaft zu transportieren?“ war ein Thema auf der Medienkonferenz.
Das kam wirklich gut an – die Livestream-Übertragung der 118. BFP-Bundeskonferenz aus Willingen via Internet, theoretisch weltweit empfangbar. Aus Albanien kam eine Meldung, ebenso aus Norwegen: „Danke BFP, dass wir mit dabei sein können.“ Die Rückmeldungen derjenigen, die nicht dabei sein konnten und dann doch dabei waren, waren in großer Zahl und dankbar bis euphorisch. „Könnt ihr einrichten, dass man im nächsten Jahr auch per PayPal spenden kann?“ kam es über den Feedbackkanal.
Anfang September kam in der BFP-Vorstandssitzung eine E-Mail auf den Tisch: Wir würden anbieten die Konferenz live via Internet zu übertragen. Der Vorstand brauchte nicht lange zu einer Entscheidung: Ja, wir wollen neue Wege gehen, transparent sein – wenn die Rahmenbedingungen passen, dann machen wir das.
Dass das Interesse so groß sein würde, hatten wir nicht erwartet. Über 48.000 Zugriffe wurden verzeichnet, so ergab die Auswertung.
Wird die Internetleitung von Willingen ausreichen? Erst im kommenden Jahr wird es dort eine wirklich starke Anbindung geben. Wie viele Kameras werden wir brauchen? Wie machen wir es mit der Übertragung der Musik, wie sieht die rechtliche Seite aus? Viele Fragen mussten quasi in letzter Minute geklärt werden – aber sie wurden geklärt.
Die Männer hinter dem Livestream sind Jürgen Frölje und Guntmar Rued aus Bremen, die mit BBRC Dienstleistungen für Gemeinden übernehmen. Ihre Vision liest sich so: Wir nutzen das Internet als Evangelisationsfeld. Dazu unterstützen und befähigen wir Gemeinden ihre Videoarbeit in das Internet zu stellen und vernetzen sie zu einer evangelistischen Plattform.
„Wir haben teilweise bis in die Nacht gearbeitet, um das Projekt in Willingen zu realisieren“, sagt Jürgen und lacht. Die FC Bremen, „Haus der Begegnung“ (Bremen-West) und das CZ Troisdorf werden u.a. von ihnen betreut und die Predigt wöchentlich ins Internet gestreamt. Damit agieren beide als Pioniere und unterstützen Gemeinden.
Ganz im Sinne der BFP-Ausrichtung, Gemeinden in ihrem lokalen Auftrag zu stärken, finden Gemeinden hier kompetente Ansprechpartner, wenn sie sich mit dem Gedanken tragen, ihre Gottesdienste zu streamen. Mehr unter bbrc.de.
Geschrieben für GEISTbewegt.de
Welch eine Konferenz….
Gas geben bei Mission und Evangelisation
Modell der ARCHE Noah in Rendsburg.
„Aufbruch“ – Royal Rangers Bundescamp 2014
„Aufbruch…“
„Das ist das Modell von unserer Burg“. Mein Blick ist sofort gefesselt, als Manfred Knecht (Ravensburg), Bundeswart der Royal Rangers mir das Pappmodell für die zentrale Veranstaltungsarena des Royal Rangers Bundescamp 2014 zeigt. 16.000 Royal Rangers werden hier Platz finden. Die acht Türme wirken richtig mächtig, kein Problem für die Royal Rangers. „Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht hat zugesagt, dass sie zur Eröffnung des Bundescamps kommen wird.“
Peter Lehmann, der sonst eher ruhig wirkende ehrenamtliche Bundesleiter der Royal Rangers, kommt richtig ins Schwärmen, wenn er über die Details des Camps vom 8.-15.8.14 in Neufrankenroda spricht. „Ja, unser Präses hat am Eröffnungstag keinen Termin“, sehe ich in seinem Online-Kalender. „Klar komme ich zur Eröffnung“, wird er später zusagen.
Vier intensive Stunden
Und so tauschen wir uns vier Stunden über die Royal Rangers-Arbeit in Deutschland aus, über Visionen („Nicht nur zahlenmäßig wachsen, vor allem auch in der Qualität des Dienstes“) und über die Herausforderungen, die mit der Arbeit verbunden sind. „In jedem Landkreis der Republik soll es mindestens einen Rangerstamm geben“, da sind sich die beiden Bundesleiter einig. 60% der Stämme gehören zu BFP-Gemeinden, 40% zu befreundeten Gemeinden. 17.300 Ranger sind es jetzt, 20.000 sind das nächste Ziel.
Zentrale in Winterbach
Die Zentrale in Winterbach wirkt so, als ob sie extra für die Rangers gebaut worden ist. „Nein, die Räume haben wir nur gemietet“, lacht Peter. Aber die Arbeitsbedingungen sind ideal. Es gibt ausreichend Platz für die agile Bundesverwaltung, ein Besprechungsraum aus Glas ist in der Raummitte. „Und hier wird unsere Zeitschrift versandt“ – mit Rolltor zur Anlieferung.
Einladung zum Pastorencamp
Nach vielen Detailpunkten landen wir wieder beim Thema „Bundescamp“. „Wir laden alle Pastoren herzlich ein, ihre Stämme auf das Bundescamp zu begleiten. Und wer nicht die ganze Zeit kommen kann, der soll zum Pastorencamp kommen“.
Meine Gedanken gehen zurück zum Bundescamp 2005. Damals war ich nur am Besuchstag dabei, der mich tief beeindruckt hat. „Petra und ich sind in Neufrankenroda dabei.“ Meine Frau nickt sofort und heftig, ohne dass wir uns abgesprochen haben. Gerne werde ich das Pastorencamp mit leiten. „Die Royal Rangers als evangelistische Arbeit“ soll eines der Themen vom 10.08. ab 18 Uhr bis zum 12.08. um 13 Uhr sein. Daneben Erfahrung pur des prallen Rangerlebens, incl. Abendveranstaltung in der „Burg“. „Und wer nicht im Zelt schlafen kann, für den haben wir andere Möglichkeiten,“ meint Manfred, der die Fäden für das Camp fest in erprobten Unternehmerhänden hält.
Begeistert fahren wir nach München zurück. Es ist wirklich klasse, dass wir die Royal Rangers haben!
Infos: bundescamp.de und royal-rangers.de