Besuch beim BFP: „Dafür will ich mich einsetzen!“

Mit 18 Jahren hat sie im Rahmen eines Schulprojektes die lokale ACK in Koblenz gegründet, jetzt ist sie nationale Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland: Dr. Verena Hammes. Am Mittwoch der vergangenen Woche war sie zu Gast im BFP-Präsidium. „Dass ich mit 28 mal Geschäftsführerin der ACK sein würde, hätte ich mir nicht träumen lassen“, ist sie ehrlich.

Dr. Hammes hat katholische Theologie studiert, in Münster promoviert und bei der Deutschen Bischofskonferenz gearbeitet, bevor sie gerufen wurde, die Geschäftsführung der ACK-Zentrale in Frankfurt zu übernehmen. Herzlich wird sie von Frank Uphoff (der die Einladung an sie ausgesprochen hatte) und Johannes Schneider auf dem BFP-Campus willkommen geheißen, die ihr zunächst einmal eine Tour über das Gelände geben. Beeindruckt zeigt sie sich von der Bibliothek des TSE und den modernen Unterrichtsräumen.

Grüße vom Vorsitzenden der ACK-D

Die ACK-Geschäftsführerin richtet herzliche Grüße vom ACK-D-Vorsitzenden, dem orthodoxen Erzpriester Radu Constantin Miron, aus. „In der vergangenen Woche war ich in Elstal bei den Baptisten“, berichtet die BahnCard-100-Besitzerin, denn sie ist viel unterwegs, um zu vernetzen und kennenzulernen. „Mein Vorteil ist, dass ich gerne reise“, lacht sie. Und mit dieser Motivation ist sie auch nach Erzhausen gekommen: Sie möchte den BFP kennenlernen und dessen Leitern direkt berichten. Sie tut als junge, dynamische Kraft, die offensichtlich ohne Vorbehalte an die verschiedenen Gruppen herangeht, der ACK sichtbar gut, auch wenn ihr Anfang wegen vieler Herausforderungen im Personalbereich nicht einfach sei. „Da habe ich erstmal mit einem Handbuch gesessen und gelernt, wie man Homepages pflegt“, berichtet sie freimütig.

Ein Herzensanliegen ist ihr es, dass in Deutschland nicht nur die großen kirchlichen Player sichtbar sind, sondern besonders auch die kleinen. „Kirchliches Leben in Deutschland bedeutet mehr als evangelisch und katholisch, dafür will ich mich einsetzen“, betont sie energisch. Sie ist überzeugt, dass der BFP den anderen Kirchen viel zu geben habe und ermutigt das Präsidium ausdrücklich, dass die Gemeinden des BFP sich einbringen mögen. „Besonders im Bereich der Migrantenarbeit sind Sie ein Vorbild für viele andere“, stellt sie fest.

Nach ihrer Zielsetzung für die Arbeit der ACK befragt, skizziert sie den Traum von einem nationalen Kirchenrat in Deutschland, den die ACK derzeit nicht bildet. Aber sie ist auch realistisch: „Dieser Traum ist auch bei meinen Vorgängerinnen leider geplatzt.“

So setzt sie sich dafür ein, dass die kleineren Kirchen in der ACK auch beim Ök. Kirchentag 2021 in Frankfurt und bei anderen Gelegenheiten Berücksichtigung finden. „Bitte lassen Sie mich da nicht hängen, wenn ich mich für Sie einsetze“, fährt sie fort.

Zum Schluss betet das Präsidium für sie. Ihre Bitte war ausdrücklich auch, das Sprachengebet kennenlernen zu dürfen. Präses Johannes segnet den Gast und überreicht ihr sein Buch „Entfachende Gnade“ – zur Erinnerung und Vertiefung, wie er sagt. (up)

Treffen von VPE und BFP: Keine Herzensgrenzen

„Wir sind gekommen, um zu sehen, was wir von euch lernen können.“ Machiel Janker, Präses der niederländischen Pfingstbewegung, ist gleich zu Beginn des heutigen Treffens in Erzhausen sehr direkt und ohne Umschweife. Mit sich gebracht hat er einen Teil seines Bewegungsvorstands und Helene Wuhrer. „Wir sind froh, dass ihr sie uns von Deutschland nach Holland ausgeliehen habt“, flachst er. Dr. Helene Wuhrer ist Pastorin im BFP und Sprecherin des Forums Theologie & Gemeinde im BFP und wirkt als übersetzendes Bindeglied. Die Sprache erweist sich aber kaum als Hindernis.

Sechs Besprechungspunkte hätte er, meint Machiel, aber auch Präses Johannes hat sich seine Gedanken über den Tag gemacht und so ist gleich von der ersten Minute des Gespräches eine lockere Atmosphäre zu spüren und es entwickelt sich eine erfreuliche Offenheit. VPE heißt die niederländische Bewegung, „Verenigde Pinkster- en Evangeliegemeenten“. Sie berichten über ihre Wurzeln als Sammlungsbewegung und ihren Wandel von einer streng kongregationalistischen Bewegung zu einem Miteinander, das von apostolisch geprägten Momenten durchzogen ist.

„Wie schafft ihr es, neue Gemeinden zu integrieren und sie dabei nicht zu erdrücken“, wollen die Geschwister aus dem Nachbarland wissen? Was macht den BFP attraktiv? Der Präses und sein Team sprechen über die Vision des BFP, über gute Entwicklungen, aber auch über Herausforderungen.

Dass das Herz an vielen Punkten gleich schlägt und die Bewegungen ähnlich ticken, zeigt sich spätestens, als Christian Tan, der indonesische Wurzeln hat, über Gemeindegründung im Nachbarland (und darüber hinaus) redet. Auch dort ist eine Entwicklung in Gange, wo neue Gemeinden an den Start kommen und wachsen. „100 Gemeinden wollen wir in den nächsten Jahren neu gründen“, berichten die Christian. Gleichzeitig will er wissen, welche Schulungen es im Bereich Gemeindegründung im Rahmen des BFP gibt. „Und wie finanziert ihr den BFP? Was kostet euch die BFP-Ausbildung?“ Die Leiter aus dem Nachbarland sind inspiriert von der Sendungsbereitschaft und dem Mut, den sie im BFP wahrnehmen und drücken das entsprechend aus.

„Wir spüren hier einen Geist für mehr, für eure Berufung in Europa, ihr seid in eurem Denken nicht limitiert“, fasst der holländische Präses das Gespräch zusammen. Besonders „zur Sache“ geht es in der abschließenden Gebetszeit. Gemeinsam ist man auf den Knien für die beiden Nationen – und für Europa. Gegenseitige sehr persönliche, prophetische Segnung schließt sich an, bevor sich die Geschwister wieder auf die Autobahn begeben.  (up)

Sinn und gemeinschaftsfördernde Gemeinden in Zeiten der Individualisierung

Mit fast 2000 „Freunden“ bei Facebook bin ich recht breit vernetzt, mein Instagram-Account ist von anderen Christen gut frequentiert. Ich liebe es, in dieser Form Aspekte meines Lebens mit vielen Menschen zu teilen, die ich irgendwo mal getroffen habe oder mit denen ich durchaus auch tiefere Beziehungen habe. Es ist eine Art der „Gemeinschaft“, die ich pflege. Ja, auf die „angesagten“ Prediger und ihre YouTube-Videos werde ich regelmäßig aufmerksam gemacht, Lobpreis spielt bei mir via Apple-Music oder Spotify auf allerneuestem Level.

Ich könnte mir die wesentlichen Elemente meines christlichen Lebens sehr individuell zusammenbauen, wie ich es möchte. Ganz auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. „Ich, meiner, mich und mir – Herr Jesus, segne bitte diese vier!“ Gemeinde 2.0 via Instagram und YouTube?  Taufen und Segnungen werden mir auch schon via Facebook angeboten, ein Pastor für Amtshandlungen lässt sich per Mausklick mieten, per Paypal kann ich spenden.

Ein Pastor aus den USA berichtet mir, dass ein nicht geringer Teil seiner „Schäfchen“ eigentlich nur noch eine Online-Gemeinde ist. Er zählt sie aus seinem inneren Selbstverständnis voll zu seiner Gemeinde, auch wenn er sie selten bis nie persönlich sieht. Dieses Modell wird sicher auch bei uns Schule machen.

Wozu also noch in eine Lokalgemeinde gehen? Ich erspare mir, wenn ich nicht gehe, manchmal auch Verletzungen und Enttäuschungen, die mir in der Gemeinschaft mit anderen Menschen zwangsläufig begegnen. Also: Lokalgemeinde, adé?

Fan von Lokalgemeinde
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin ein Fan von Lokalgemeinde. Ja, ich liebe die Segnungen der Fortschritte unserer Medien – und nutze sie intensiv. Aber mein Herz schlägt für die Lokalgemeinde, wo ich Menschen begegnen kann, Gemeinschaft mit ihnen haben kann, sie wahrnehmen kann, das Leben mit ihnen teilen kann – und mit ihnen gemeinsam dienen kann.

Aber ich nehme auch wahr, dass die Schar derer, die einmal in der Gemeinde waren, jetzt aber ihr Christsein individuell verstehen, offensichtlich zugenommen hat. Ihr Gottesdienst besteht schwerpunktmäßig aus den oben beschriebenen Elementen – ob regelmäßig oder eher unregelmäßig ist eine andere Sache. Die Ursachen für dieses Verhalten liegen manchmal in unaufgearbeiteten Erlebnissen  oder sind Bequemlichkeit und manchmal auch schlicht Erschöpfung vom Alltagsstress. Unser Leben ist anstrengender geworden! Natürlich rede ich hier nicht von den Menschen, die nicht mehr können oder anders verhindert sind.

Sinn- und Gemeinschaftssuche
Ich schreibe diesen Artikel in der Bahn, während unweit von mir eine größere Gruppe Männer sitzt, die laut palavernd unterwegs zum Oktoberfest nach München ist. Ihr recht oberflächliches Gespräch bricht aber immer wieder in Begeisterung aus, wenn es um ihr Ziel geht: München! Nun kenne ich diese Festivität aus eigener Anschauung und weiß, dass der „Mehrwert“ durchaus begrenzt ist, wenn es beispielsweise darum geht, sich auf diesem Fest zu unterhalten. Während der Fahrt, so bekomme ich am Rande mit, springt ein weiterer geplanter Mitreisender ab – und (man staune) es wird telefonisch spontan jemand gewonnen, der zwei Stunden später an einem Bahnhof als Ersatzreisender mit an Bord genommen wird. Krass!

Sinn setzt Energien frei
Aber das „Ziel“, der „Sinn“ ihres Unterfangens und das „gemeinsam“ hat diese Männer, allesamt wohl aus einer Firma, zusammengebracht. Diese Reise wird mit einem nicht unerheblichen Aufwand durchgeführt, das setzt enorme Energien frei. Der Wunsch, mit einem Ziel und auch nicht allein unterwegs zu sein, ist für mich in der Gesellschaft überall spürbar. Das subtile Verlangen, mit dem, was man tut, eine einzigartige Bedeutung zu haben, etwas zu bewegen und zu verändern, ist irgendwie allgegenwärtig.

Es gehört ebenso zu den elementarsten Bedürfnissen eines Menschen, Gemeinschaft zu haben und geliebt zu sein, wie ein klares, definiertes Ziel zu haben. Die Frage nach dem „warum?“ muss geklärt sein. Warum tue ich genau das, was ich (jetzt) tue?

Sinnfrage ehrlich stellen dürfen
Früher reichte es oft schon aus, diese Frage mit einem „das haben wir immer schon so gemacht“ abzutun. In Zeiten von hunderten von Alternativen, die sich mir anbieten, reicht diese Argumentation offensichtlich nicht mehr aus. Konsequenterweise werden lästige „Pflichten“, die sich aus einer Aktivität ergeben, möglichst vermieden. Gemeinden merken das beispielsweise an der sinkenden Bereitschaft sich am ehrenamtlichen Reinigungsdienst zu beteiligen. Ja, jeder will sich wohl fühlen, auch Gästen ein nettes Ambiente geben, aber wenn es um die Frage geht, sich selbst an etwas (Unangenehmem) zu beteiligen, was nicht maximale Bedeutung hat, sinkt die Bereitschaft zunehmend. Man ist sogar oft eher bereit dafür zu zahlen, dass sich jemand anders engagiert.  

Überfluss von Möglichkeiten
Unser Problem ist, dass wir viele, „zu viele“ Möglichkeiten haben. Nie hatten wir mehr Angebote von Individualisierung und Selbstverwirklichung als heute. Während noch vor wenigen Jahrzehnten unser Aktionsradius sehr begrenzt war, hat heute fast jeder aus unserem Kulturkreis die Möglichkeit, sich rund um den Globus zu bewegen und alles auszukosten, was das Leben bietet – solange die Finanzen da sind.  

Das ist zunächst auch gar nicht verwerflich, setzt aber bei tieferem Hinsehen doch unter einen gewissen Druck, denn man will keineswegs etwas verpassen. Förderlich dafür ist auch ein Vergleichen, wenn man auf den sozialen Medien die neuesten Bilder der Freunde am Strand in der Karibik sieht – und man selbst gerade in der Kirche das Klo putzen muss….

Ja, ich muss die Sinnfrage ehrlich stellen dürfen, es muss erlaubt sein, das eigene Handeln hinterfragen zu dürfen. Aber das Boot droht aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Die Vision vor Augen
Eines unserer Kinder hat kürzlich den ersten Nachwuchs bekommen. Schon Wochen vor der Ankunft unseres vierten Enkels war in ihrer Wohnung alles bestens und liebevoll vorbereitet. Als Ehepaar hatten eine „Vision“, einen Auftrag, eine Aufgabe mit großer Vorfreude vor Augen. In unseren Telefonaten und Chats mit ihnen, in ihren Media-Posts drehte sich fast alles um das eine Thema: „Wir werden Eltern.“ Ihr Leben hatte über Nacht eine neue Ausrichtung bekommen. Ein wesentlicher Auftrag bestimmt nun ihren Alltag: Wir versorgen den Kleinen. Trotz mancher schlaflosen Nacht überwiegt die Begeisterung.

Auftragsorientierte Gemeinde
Gemeinden, deren Gottesdienste einen Eventcharakter mit nahezu perfektem Ambiente haben, boomen. Angefangen vom freundlichen Welcome-Team bis hin zu einem durchgetakteten Gottesdienst, der auf die Minute pünktlich endet („ich habe ja danach noch etwas vor“), macht alles Sinn. Das spricht den Consumer an, aber nicht nur das. Da man in einer „sinnmachenden“ Sache mitarbeitet, sind nicht wenige zu einem hohen Einsatz bereit, teilweise mehr als in Gemeinden, die nur „so vor sich hinplätschern“. Du bist Teil einer Vision, eines Auftrages. Das setzt enorme Energie frei und stimuliert zu großartigen Leistungen.  Leiter, denen es gelingt, Menschen diesen Sinn zu vermitteln, freuen sich über regen Zuspruch. Und das ist gut so.

Gleichzeitig geraten Gemeinden, die das nicht bieten können, in eine Depression, weil ihnen die Leute wegbleiben. Aber sie könnten vom Prinzip lernen. Je klarer der Auftrag formuliert ist, desto mehr Motivation wird freigesetzt. Menschen sind bereit, auf Schlaf und andere Annehmlichkeiten zu verzichten, wenn sie sehen: Mein Engagement macht einen Unterschied. Das, kombiniert mit einer starken Offenheit für die Wirksamkeit des Heiligen Geistes und ein zentriertes Gebetsleben, kann auch die schlaffste Gemeinde ab Trab bringen.

Das Warndreieck nicht übersehen…
Gemeinden müssen sinnstiftend unterwegs sein. Und das muss für den Menschen greifbar, umsetzbar und konkret sein. Man gibt sich heute nicht mit weniger zufrieden. Immer weniger wichtig sind theologische Fragen und erkannte Wahrheiten, sie geraten aus dem Blick. Und darin liegt eine Gefahr: Man fängt an sich auf einer anderen Ebene zu bewegen, ethische Fragen und andere Maßstäbe werden beliebig gar bedeutungslos, was wiederum die Individualisierung fördert. An dieser Stelle möchte ich ein „Warndreieck“ wie auf der Autobahn aufstellen: Achtung, Unfallgefahr vor dir!  

Beziehungsorientierte Gemeinde
Als zweite Komponente ist die Beziehungsebene zu beachten. Wer in der Gemeinde nicht die nötigen Gemeinschaftsaspekte findet, bleibt frustriert und neigt nicht selten dazu, sich umzuorientieren. Hier fühlen sich diejenigen leicht benachteiligt, die nicht automatisch und von sich aus im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Kaffee ist in fast jeder Kultur hier ein probates Hilfsmittel, um Beziehungen zu stärken. Unsere Gesellschaft ist ein Spiegelbild davon. Wie viele Bonus-Karten für Coffee-Shops habe ich in meiner Geldbörse? Ich müsste nachzählen. Überall in unseren Städten schießen sie wie Pilze aus dem Boden. Hier trifft man sich, um auszutauschen und Beziehungen zu bauen.

Viele Gemeinden haben diesen Trend erkannt. Ich liebe es, wenn auch noch zwei Stunden nach dem Gottesdienst Menschen beisammensitzen, um zu reden und sich an einer Kaffeetasse festzuhalten, weil es ihnen sonst vielleicht nicht leichtfällt, Beziehungen zu bauen. Wie gut, wenn dieser Weg konsequent beschritten wird. Zu bedenken ist aber, das „Filterkaffee“ mehr und mehr „out“ ist, es müssen unbedingt Kaffee-Spezialitäten sein. Auch das ist ein gesellschaftlicher Trend.

Es geht aber nicht nur um den Kaffee, es geht um die Gemeinschaft, die Halt gibt, die auch dann durchträgt, wenn es persönlich schwer wird. Dazu muss man in guten Zeiten tragfähige und „anfassbare“ Beziehungen bauen, andere spüren, selbst Nähe erleben und auch vermitteln.

Andere Gemeinden und Kulturen bieten jeden Sonntag Essen an. Meine indonesischen Freunde, bei denen ich jahrelang regelmäßig gepredigt habe, durfte ich nicht verlassen, ohne ihr scharfes(!) Essen genossen zu haben. Tiefer ins Gespräch zu kommen war nicht wichtig, manchmal auch nicht erwünscht, aber zusammensitzen und essen.

Allerdings muss man diese (Kaffee-) Gemeinschaft auch wollen. Manche gehen direkt nach dem Gottesdienst nach Hause und verpassen einen wesentlichen Teil des gemeinsamen Lebens. Obwohl sie sich eigentlich danach sehnen, entziehen sie sich doch. Das muss man respektieren, allenfalls liebevoll dafür werben.

Menschen zu helfen, gemeinschaftsfähig zu sein und entsprechende Angebote zu schaffen, gehört zu einer ganz wichtigen Aufgabe der Gemeinde des 21. Jahrhunderts.  

Gebet in Kleingruppen
Eine wichtige Form der Gemeinschaft ist für mich das Gebet. Hier geht es weniger um das öffentliche, als vielmehr um das persönliche Gebet. Wenn ich als Pastor auffordere, im Gottesdienst in kleinen Gruppen zu beten, hat das auch mit der Frage der Gemeinschaft zu tun. Ich erlebe immer wieder in der älteren Generation, dass es ihnen leichtfällt, in der Öffentlichkeit laut zu beten, nicht aber in einer kleinen Gruppe. Das wird als zu persönlich und zu nah erlebt. Gerade das finde ich erstaunlich. Bei der jungen Generation ist das oft genau umgekehrt. Gemeinschaft setzt die Bereitschaft voraus, sich zu öffnen, auch im Gebet.

Gebetspartnerschaften zu zweit oder zu dritt können hier helfen. Über die Jahre habe ich sehr positive Erfahrungen damit gemacht, in kleinster Gemeinschaft regelmäßig miteinander zu beten. Ich halte diese Form für eine der effektivsten Gebetsformen, wenn die Beziehung denn tragfähig genug dafür ist.

Hauskreise / Kleingruppen
Mit dem Siegeszug der Individualisierung leiden auch Kleingruppen. Namenskosmetik scheint nur kurzfristig hilfreich sein, den Mangel an Teilnahme in Kleingruppen zu überwinden. Manchmal hilft nur Auflösung oder Neustart einer Gruppe wieder „auf Kurs“ zu kommen. Ein probates Mittel erscheint mir auch die zeitliche Begrenzung von solchen Gruppen, so dass von vorneherein klar ist, dass man eine Verpflichtung nicht auf „ewig“ eingeht.

Mitarbeit
Eine der besten Kombinationen der Sinnstiftung und des gemeinschaftsfördernden Miteinanders ist die Mitarbeit in einem Team. Hier werden in der Regel schnell Beziehungen gewonnen, man dreht sich nicht nur um sich selbst, sondern hat eine Aufgabe. Wenn diese dann auch noch einen Riesenspaß macht und man sich aufeinander freut, ist die Kombination gelungen. Allerdings muss hier darauf geachtet werden, dass die Balance nicht verloren wird. Einseitige Betonungen lassen Menschen ausbrennen und frustriert auf der Strecke bleiben.

Und es darf nicht nur „um uns selbst“ gehen, sondern der Blick muss von der Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde auf den Auftrag nach außen gerichtet werden. Gemeinde ist keineswegs nur Schaftstall, sie ist Fischerboot, um in biblischen Bildern zu sprechen.

Gemeinde des 21. Jahrhunderts kann sich dieser Herausforderung stellen, sinnstiftend und gemeinschaftsfördernd unterwegs zu sein, wenn man die Vision dafür hat: Es kostet einen Preis, aber es lohnt sich.

Frank Uphoff

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Guter Kaffee und viel Grund zum Feiern auf dem „Heiligen Berg“

„Auf dem Heiligen Berg, Missionsstraße 9“, steht auf unserem Einladungsschreiben – ja, die Adresse gibt es wirklich – in Wuppertal. Zum zweiten Mal ist der BFP-Vorstand hier zur Jahresanfangsklausur, „es ist unsere siebente Klausur, die ich als Präses leiten darf“, begrüßt Präses Johannes Justus das Team. Leider sind zwei durch Krankheit bzw. Todesfall in der Familie verhindert. Auch die zum Vorstand Hinzugerufenen (Konstantin Kruse, Stefan Striefler und Freimut Haverkamp) sind mit dabei.

Gebet, Lobpreis, Austausch von persönlichen Aspekten und die Vision des Bundes sind jedes Jahr die Schwerpunkte der Klausur. Und guter Kaffee in den Pausen. Eine der Gebetszeiten beschäftigt sich, wie in jedem Jahr, mit den Visionspunkten des Bundes. Viel Zeit nimmt sich der Vorstand auch, um weiter über die Zukunft auszutauschen. Unter Moderation von Vizepräses Frank Uphoff denkt er über ein visionäres Leitmotto nach, das die Ausrichtungspunkte des Bundes bündelt und erarbeitet erste Formulierungsvorschläge.

Verbindlichkeit und Strukturen im Bund

Der Vorstand reflektiert die Zwischenergebnisse der letzten Präsidiumssitzung. Dort ging es um die Frage von regionalen Strukturen und Netzwerken im BFP. Beziehungen und ein „Miteinander“ sind entscheidend, führt Freimut Haverkamp zusammenfassend aus. Weiter betont dieser aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, dass es für dieses Miteinander Freiheit und Flexibilität, aber auch Klarheit und Richtung brauche. Engagiert diskutiert der Vorstand verschiedene Modelle, wie der Bund zukünftig strukturiert sein könnte. Stefan Striefler stellt dazu unterschiedliche Modelle vor. Die Diskussion ist lebhaft, engagiert und geschieht in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre.

Ressourcenplattform

Der Visionspunkt „Gemeinden stärken“ hat Kontur bekommen, erläutert Andreas Sommer. „Wir haben viel Energie investiert, die Ressourcenplattform growleader.com mit gutem deutschen Material zu füllen, das nach Anmeldung kostenlos auch unter eigenem Gemeindelabel genutzt werden kann.“ „Ich werde das auch auf meinem Blog empfehlen, jeder BFP-Leiter sollte sich hier anmelden und das Angebot nutzen“, unterstützt Präses Johannes das Engagement.

Ausbildung

Generalsekretär Peter Bregy stellt, präzise wie immer, den Sachstand der Ausbildung dar. Besonders positives Aufsehen erregt beim Vorstand eine von ihm vorgestellte vertrauliche Studie (Ordinationsarbeit) über die Qualität der BFP-Ausbildung in Bezug auf „Aussteiger“ nach Ordinationsbeschluss. Der Vorstand zeigt sich voll Dankbarkeit über die auf diesem Wege gewonnenen positiven Erkenntnisse.

Gemeindegründungen

Und der Bericht über den aktuellen Stand der Entwicklung beim Thema „Gemeindegründung“ wird im Gebet kräftig „gefeiert“. Für Details reicht hier leider der Platz nicht mehr… (up)

Frauen in Leitung und Dienst

In welchem Rahmen können Frauen in Gemeinden im Leitungsdienst stehen und predigen? Während viele den Kopf schütteln und sich wundern, warum das überhaupt ein Thema ist, tun andere sich hier ganz schwer. Hier spielt erfahrungsgemäß die eigene Biografie und Prägung eine enorme Rolle.

Pastor Frank Uphoff hat sich über Jahre intensiv diesem Thema gestellt und legt seine Sichtweise in einem Seminar dar. Dieses fand am 14.11.2019 in der CGVelbert statt.

Die Unterlagen zum Seminar findet man hier: http://qr.lehrmaterial.net/f1.pdf

Pastor Frank Uphoff ist leitender Pastor der Christus Gemeinde Velbert und Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Besuch im Nordosten des Landes: „In MV geht was…“

Neubrandenburg – Stralsund – Rostock – Wismar – Perlin – Parchim – Schwerin – … Pünktlich zum 30-Jahre-Mauerfall-Wochenende besuchen Petra und ich BFP-Mecklenburg-Vorpommern, lang ist diese Reise bereits geplant. 622 Kilometer, acht Gemeindebesuche, fünf Versammlungen und unzählige Gespräche später sitzen wir im Zug über Hamburg zurück nach Velbert und denken über die vergangenen 72 Stunden nach… Es war stark!

„McPomm“ ist weitläufig! Die Baumalleen sind beeindruckend, die Felder riesig, das Land dünn besiedelt. Aber „McPomm“ ist schön. Nicht nur das Äußere ist auch im November wirklich schön – wir erleben die Schönheit der Gemeinde von Jesus. Ja, es gibt viel Luft nach oben, aber es gibt viel was unser Herz SEHR dankbar macht.

Kai ist mit seiner Frau Sarah als Royal-Rangers-Ost-Missionar in Perlin (nein, nicht Berlin), einem 300-Seelen-Dorf, 25 Minuten von Schwerin. Hier wohnen sie für ganz kleines Geld in einem fast herrschaftlichen ehemaligen Pfarrhaus. „Gott ist in seiner Versorgung so genial“, bestätigen uns beide.

Er hat die Reise für uns fast minutiös geplant und drängt immer wieder auf Einhaltung des Zeitplans. Ihre Herzen brennen für Stamm- und Gemeindegründung in dieser Region! Und es funktioniert! Unermüdlich erzählt Kai während der langen Autofahrten, was im Lande geht – und wo Bedarf ist. Hier will er einen Stamm gründen, dort hat einer begonnen – und dort sollte es eine Gemeindegründung geben. Und so ist er selbst mit seiner Frau auch in diesem Bereich aktiv.

Günther und Loni mit dem Jesus-Punkt in Neubrandenburg kennen wir seit unserer Studienzeit. Sie sind Papi und Mami für diese Gemeindegründung, die Räumlichkeiten mit „Unmengen“ an Platz hat, die andere Gemeinden vor Neid erblassen lassen würden. Sie erzählen uns beim Gang durchs Haus viele Wundergeschichten anderen, wie auch sie Gottes Versorgung erlebt haben.

In Wismar begegnen wir Christa und Helmut, einem älteren Ehepaar, die ihr Anwesen bei Hannover aufgegeben haben, um die Gemeinde hier zu unterstützen. Nein, leiten wollen und können sie nicht, aber unterstützen – das ist ihre Berufung! „Solche Menschen werden hier mehr benötigt“, hören wir unisono. Claudia und Andreas  dienen dieser Gruppe, die bald neue Räumlichkeiten beziehen will.

Im kleinen Städtchen Parchim treffen wir Anke, die mit ihrem neuen „Beratungs- und Begegnungszentrum“ Anschluss an unseren Bund sucht. Sie ist voller Begeisterung, gerade sind neue Möbel für die Räume angekommen. Eine Stunde fährt man zur nächsten BFP-Gemeinde, zur Muttergemeinde zwei!

Auf der dezentralen Regionalkonferenz in Rostock (Foto) erleben wir eine motivierte Gruppe, die für das Bundesland brennt. Pastor Daniel, der das CZ Rostock leitet, zeichnet die Vision nach, wie #ostdeutschlandglaubt auch in „McPomm“ als Weiterführung des Projektes MV Frucht bringen kann. Am Sonntag dienen wir in dieser aufstrebenden, richtig modern aufgestellten Gemeinde, deren multinationale Zusammensetzung unsere Herzen höher schlagen lässt, nebst ihrem nagelneuen Indoor-Spielplatz.

Christine aus der Arche in Schwerin bewirtet uns liebevoll und berichtet über den Dienst in der Landeshauptstadt, bevor wir wieder zum Zug eilen. In McPomm geht was! Vernetzung mit anderen missionarisch gesinnten Gemeinden, Patenschaften, ja das wäre was, höre ich immer wieder. „Ihr seid nicht die Stiefkinder im BFP“, versichere ich in der Gebetsrunde den versammelten Leitern.

Das sollen nicht nur nette Worte sein! (up)  

Rotes Band in Velbert durchschnitten

Das rote Band durchschnitten am Samstag bei strahlendem Sonnenschein die Vertreter der Christus Gemeinde Velbert und der Stiftung Leuchtturm in der Bahnhofstraße 45. Der leitenden Pastor der Christus Gemeinde, Frank Uphoff (rechts mit Mikro) und der Vorsitzende der Stiftung, Sven Both (links) dankten den ehrenamtlichen Mitarbeiter und Spendern, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Der historische Charakter des Gebäudes wurde erhalten und der Innenbereich kernsaniert. Die Stiftung und die Freikirche weihten es in einem kleinen Festakt ein, sie nutzen es zukünftig gemeinsam, um der Stadt Velbert besser dienen zu können. So soll in Kürze der Taschenfüller, eine Schulmaterialkammer, eröffnet werden. Außerdem haben Gruppenräume und Büros der Gemeinde in dem Gebäude, das sich mit dem bisherigen Anwesen der Christus Gemeinde verbindet, Platz gefunden.

Gleichzeitig feierte die Christus Gemeinde ihren 111 Geburtstag. In seinem schriftlichen Gruß würdigte Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka die Arbeit der Gemeinde, ebenso Vertreter des Rates der Stadt, die zur Einweihung gekommen waren. Alt-Bürgermeister Heinz Schemken sprach in seinem Grußwort im Rahmen des Festgottesdienstes über seine langjährige gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und hob besonders das Engagement im Bereich von Kindern und Jugendlichen hervor.

Hefel 2019 begeistert 99 Kinder

Wenn 99 Kinder und über 75 Mitarbeiter das Kirchengebäude für eine Woche auf den Kopf stellen, ist Ausnahmezustand in der Christus Gemeinde Velbert angesagt. „Kindertreff-Hefel“ heißt die Woche seit etwa sechs Jahrzehnten traditionell, obwohl sie aus logistischen Gründen nur noch teilweise im „Hefel“ im Hespertal stattfinden kann. Zunächst als Stadtranderholung in einfachstem Ambiente durchgeführt, bleiben mittlerweile Sporthallen, Spielplätze und der Baldeney-See ebenso wenig verschont wie das Außengelände der Freikirche in der Bahnhofstraße.

So wiederum geschehen 2019 in der letzten vollen Ferienwoche. Schon seit März war die Woche ausgebucht, manche Eltern der Kinder waren selbst vor Jahren schon als Teilnehmer dabei. Mit Frühsport wird der Tag begonnen. „Das hilft, dass die Kinder sich für den Tag ausrichten und sammeln können“, ist eine der Leiterinnen, Minette Klemm, die in diesem Jahr das Event zum zweiten Mal gemeinsam mit Tabea Müller leitet, froh über die Begeisterung der Kinder.

Marvin Göpfert bringt mit seiner Hefel-Band, allesamt Musiker und Sänger im jugendlichen Alter, Stimmung in Kirche. „Hallele, hallele, halleluja,…“ ist einfache Botschaft im modernen Kirchensound, dazu hüpft der gerade werdende Vater mit seinem Team, bis die Schweißperlen fließen – die 99 Kinder und auch viele Mitarbeiter mit ihm. Nebelmaschine und Laserlicht schaffen das nötige Ambiente, an Technik spart man in der CGV nicht.

Mit dem Fall des aus der Vergangenheit zurückgekommen biblischen Petrus beschäftigen sich drei jugendliche Detektive und bringen eine inhaltliche Dramaturgie in die ganze Woche. Jedes Kind bekommt einen Detektivausweis. Mit Hilfe einer eigens konstruierten „Zeitmaschine“, die Petrus auf wundersame Weise zurück in die Vergangenheit bringt, kann der Fall am Ende der Woche gelöst werden. In den Gruppen arbeiten die Kinder mit ihrem eigens hergestellten Arbeitsheft am Thema weiter, lösen Rätsel und entwickeln kreative Showbeiträge für den Abschlussabend.

Nachmittags stehen Workshops (Kistenklettern, Sport, Kanufahren, Basteln, Specksteinfeilen,…) auf dem Programm, für jeden Geschmack gibt es etwas. Höhepunkt ist eindeutig der gemeinsame Ausflug mit drei Reisebussen ins „Irrland“, wo sich die Kids bei bestem Wetter austoben können. Viele Kinder mit Migrationshintergrund sind in der Woche dabei, auf diesen Punkt legen die CGV besonderen Wert. Ein weiterer Grundsatz ist, dass die Teilnahme nie aus Kostengründen scheitern soll.

„Ich bin begeistert über das hohe ehrenamtliche Engagement unserer (vor allem jugendlichen) Mitarbeiter“, resümiert Frank Uphoff, leitender Pastor der Christus Gemeinde, beim abschließenden Mitarbeiter-Dankes-Grillfest. Für den Kindertreff-Hefel 2020 steht man schon wieder in den Startlöchern.  

Besuch bei motivierten BFP-Gemeindegründern in Thüringen

„Ist das nicht der Bach, der da am Kreuz hängt?“ Nein, das sei keine Scherzfrage gewesen, erzählt uns Marco Kircher, Gemeindegründer im „Kirchenthür“-Team in Arnstadt in Thüringen. Solche und ähnliche Fragen seien die Regel, das christliche Grundwissen hier eher dürftig.

25.000 Einwohner hat das hübsche Städtchen Arnstadt, gelegen südwestlich von Erfurt, bekannt als Stadt, wo Johann Sebastian Bach seine erste Stelle als Organist hatte. Wir sind in Thüringen und verbinden das mit einem Besuch. Marco und Rebekka gründen hier Gemeinde, die „ConnectKirche“. Den Gottesdienst nennen sie „Sonntag mit Freunden“. Wir sitzen auf dem ehem. Schlossturm und blicken über die Altstadt, Marco erzählt uns eine Geschichte nach der anderen.

Sein Herz sprüht für die Menschen hier, ist voller Leidenschaft, dass Menschen Jesus kennenlernen. Der Begriff „Gottesdienst“ könne negative Vorurteile hervorrufen, deswegen mache man den „Sonntag mit Freunden“, erläutert er uns und zeigt uns in seinem kleinen Büro Bilder und Flyer von den Events, die sie bereits hatten. 40 bis 50 kommen regelmäßig sonntags. Respekt! Die Geschichten sind bewegend und spiegeln die Mühe wider, die in jeden Einzelnen investiert werden muss.

Marco ist promovierter Archäologe und nun Gemeindegründer. Ein Freundeskreis macht das (finanziell) möglich, hier im Osten Missionar zu sein. Nach seiner Bibelschulausbildung lernte er James Ros und das Kirchenthür-Team kennen und hörte gemeinsam mit seiner Frau den Ruf Gottes hierher.

Erfurt und mehr

Abends treffen wir James Ros, er ist so etwas wie ein apostolischer Vater für die Arbeiten hier. Sein Herz brennt für #ostdeutschlandglaubt. Und so zeichnet er uns ein weites Bild, was an Vision auf seinem Herzen liegt. Ja, ich habe seine Ausführungen schon oft im Präsidium gehört, aber hier vor Ort bekommt es richtig Fleisch für mich, wird greifbar. Er zeigt uns die Räumlichkeiten, in denen die ConnectKirche Erfurt ihren Gottesdienst feiert und erläutert uns das Konzept von Kevin und Katharina Herla, die hier am Start sind.

James ist wie ein Ermöglicher, der strategisch denkt und Leiter stärkt. Und er denkt nüchtern, dass Finanzen nötig sind, um diese Arbeit zu tun und wie jeder von den Gemeindegründern hier selbst mitverantwortlich ist.

Uns berührt die Hingabe der Geschwister sehr. Hier kann man nicht Gemeinde gründen, ohne ein besonderes Maß an Hingabe. Kein Ton von Klage, kein Jammern über einen „harten Boden“, sondern Begeisterung und Liebe zu den Menschen und dem Land – pur!

Oben auf dem Turm beten wir gemeinsam mit Marco für „viele Arbeiter in Ostdeutschland“. Ich nehme mit, dass das im BFP alle (Gebets)-Unterstützung würdig ist, die wir irgendwie auf die Beine stellen können.

Damit #ostdeutschlandglaubt.

Frank Uphoff

Heilt die Kranken – Predigtreihe von Frank Uphoff, cgvelbert.de

Die Bibel sagt uns: „Heilt die Kranken“ (Matthäus 10,8). Ist das keine Anmaßung, wenn wir das heute noch glauben, dass das unser Auftrag ist? Wie soll „ich“ die Kranken heilen? Ich kann das nicht, das kann doch nur Gott tun.

In einer dreiteiligen Predigtreihe beschäftigen wir uns mit dem Thema der Heilung. Diese Predigtteile sind auf Youtube zu finden.