Die Schlange vor dem Kaufhaus

IMG_3076abWir sind hier in Thüringen auf dem Boden der ehemaligen DDR. Meine Gedanken gehen 25 Jahre zurück, damals in Dresden, die Schlange vor dem Kaufhaus. Heute gibt es hier wieder eine Schlange – vor dem Kaufhaus des Bundescamps. Etwa 80 Ranger stehen an, um etwas von den Köstlichkeiten zu erwerben, sich Ranger-T-Shirts, usw. zu kaufen.

Schlangen gibt es auch vor den Dusch-Containern, „Dixi-Toiletten“ stehen überall in Reih und Glied – und sind meistens besetzt… Neufrankenroda, das christliche Hofgut Siloah. Ein idyllisches und gleichzeitig ideales Fleckchen Erde für das Ranger Bundescamp. Extra Wege wurden gebaut, der logistische Aufwand ist enorm.

Nebenan im Campbüro zeigt Regina auf einen zwanzig Zentimeter hohen Stapel Papier. Die Anmeldungen muss sie nachbearbeiten. Die Handys liegen in Reih und Glied – tja, sonst gibt es keine Möglichkeit zur Aufladung. „Willst du einen Kaffee“? Natürlich will ich. Nils vom RR-Büro bereitet gerade Presseausweise vor. Und Lisa weiß, wo sich mein Ausweis befindet. Mein Camp-T-Shirt habe ich schon. Es ist heiß im „Rathaus“, wie sich das Campbüro nennt.

IMG_3047aAUFBRUCH. Deutschland im Jahr 1514. Auch die Campbauten sind von diesem Thema geprägt. Noch habe ich nicht geschafft, mir auch nur einen kleinen Teil anzuschauen, aber schon jetzt steht fest: dieses Camp ist MEGA. Es verschlägt einem schon den Atem, wenn man all die Bauten sieht. Gleich neben der Münchner Frauenkirche steht das Ulmer Münster. „Du wirst bestimmt mal ein Pastor werden“, sagt jemand zum Bauleiter der Frauenkirche. „Du kommst hierher, da ist nur grüne Wiese, drei Tage später steht hier eine Kirche und du predigst“. Auf Camps hat schon manch ein Ranger eine Berufung erhalten, so weiß ich. JESUS, heißt es mit dicken Lettern vorne im „Altarraum“. Alles ist mit Seilen, Planen und Holzbalken gebaut, nach Rangerart, keine einzige Schraube.

IMG_3042aUm JESUS geht es wirklich. 7:00 Uhr, Samstag. Ich bin in der Morgenandacht für die Stammleiter und Verantwortlichen. Manfred Knecht, RR-Bundeswart skizziert das Bild, was ihm auf dem Herzen liegt. „Wir wollen, dass sich in der Lebensgeschichte vieler Anwesender der 8. bis 15. August als ein signifikantes Datum mit (Neu)-Entscheidungen für Jesus wiederfindet. Dazu braucht es unseren ganzen Einsatz“. Er vergleicht den Einsatz der Leiter beim Camp mit einem Marathon-Lauf. „Bei Kilometer 36 liegen die Leute im Graben und kotzen – aber du läufst weiter. Du willst das Ziel erreichen!“. Die Morgensonne leuchtet auf die fast 500 Anwesenden, nur Leiter. Sie wirken in der großen Burg fast etwas verloren. Applaus brandet auf. Dazu sind sie hier – und jeder hat noch sein „Startgeld“ für diesen Lauf bezahlt.

„Wir haben Toilettenpapier an einem Tag verbraucht, das wir für drei Tage kalkuliert hatten. Nein, wir rationieren es trotzdem nicht“. Der Schöller-Eisfahrer sucht verzweifelt den Ansprechpartner, bei dem er das Eis abgeben soll. „Wo finde ich Stamm 222?“, fragt mich ein Mädchen mit leicht östlichem Akzent. Auch da kann ich leider nicht helfen.

Ich bin froh, dass ich mein Fahrrad aus München mitgebracht habe. So bin ich einigermaßen beweglich. 15.000 Ranger brauchen halt Platz – da sind die Wege weit. Und dann die „Burg“, das Amphitheater – gigantisch. Hier wird heute Abend die Eröffnungsfeier stattfinden. Alles ist bis ins Detail geplant. Welcher Stamm  kommt durch welches Auge in die Burg. „Wir geben nicht auf“, tönt es von Manfred Knecht – um 11:00 Uhr sollen die letzten Genehmigungen durch das Bauamt kommen.

IMG_3083aAm Vormittag kommt eine Starkwindwarnung. Betet mit dafür, macht es per Mund-zu-Mund-Propaganda die Runde. Gegen Mittag fallen für ein paar Sekunden ein paar Tropfen, aber wie durch Wunderhand ist die Wolkenwand weggefegt.

Der Probensound dringt aus der Burg herüber (nein, gucken darf man nicht), während mir gegenüber Ranger mit Putzgeräten ausgerüstet ans Werk gehen.

Alles ist bestens vorbereitet. Das Bundescamp 2014 kann mit der Eröffnungsfeier beginnen.

Das große Finale: Der zweite Platz ist nicht genug!

Vize-Fußball-Weltmeister 2014 ist Deutschland schon, aber ein zweiter Platz reicht nicht, finden die Fußballbegeisterten übereinstimmend. Deswegen fiebert an diesem Wochenende (fast) eine ganze Nation, werden die Straßen leegefegt sein, die Couchen besetzt und der Tränen viele sein, sollte das Ergebnis anders ausfallen, als erwartet. Das gilt für Germania aber auch in Südamerika.

Sieben zu eins hieß es am Dienstagabend. Das Treffen unserer Erweiterten Gemeindeleitung musste rechtzeitig beendet werden, weil einige unbedingt nach Hause wollten… Verständlich. Und es hat sich ja auch gelohnt. Und nun „das große Finale“, natürlich nach unserem Abendgottesdienst…

Ich gehöre nicht zu den wirklich Fußball-Begeisterten. OK, das Endspiel an diesem Sonntag schaue ich mir vielleicht teilweise auch an, da bin ich dann doch zu deutsch. Was ich verstanden habe, ist, dass man beim Fußball in der Regel nicht den ersten Platz bekommt, wenn man nicht alles einsetzt. Das gefällt mir, wenn Menschen diese Lebensgrundhaltung haben, sich zu investieren. Das gilt im Alltag genauso, wie im Leben in der Gemeinde. „Alles für den Sieg“, heißt eine Broschüre, die wir bei den Einsätzen der Straßenkirche gerne verteilt haben. Was bin ich bereit zu investieren? Und auch, wenn ich scheinbar alles investiert habe, bleibt manchmal nur die Enttäuschung.

Hier und da resignieren wir vorzeitig, geben uns mit dem „zweiten Platz“ zufrieden. Ich sprach in dieser Woche mit jemandem, der mir sagte, er wolle sich ja an den notwendigen Punkten (es ging um Beziehungen) in seinem Leben einbringen. „Aber dann gibt es immer wieder Momente, wo ich mich zurückziehe und das nicht umsetze, was ich eigentlich will.“ Was wäre, wenn am Sonntagnachmittag Bundestrainer Löw eine Pressekonferenz einberufen würde und bekannt machen würde, der zweite Platz würde ihm reichen, die Mannschaft spielt heute nicht, sie wollten lieber Trübsal blasen. Die Chancen stehen ja sowieso nur fifty-fifty…

Undenkbar wäre das. Ein Aufschrei würde durch die Nation gehen. Frau Merkel würde aus ihrem Regierungsflieger aussteigen und die Mannschaft persönlich besuchen: „Ihr müsst spielen Jungs, das geht einfach nicht… Ich bin extra gekommen, um zu zeigen, wie wichtig mir das ist, dass ihr nicht nur spielt sondern auch gewinnt.“

Und wie machen wir es in unserem Alltag? Ob es in der Ehe, der Familie, in Beziehungen, im Beruf oder in der Gemeinde ist: Zieh dich nicht zurück, sondern setze alles dafür ein, das zu erreichen, was gut und vollkommen, das, was Gott für dein Leben vorbereitet hat. Und noch besser ist: Gott hilft dir dabei, er ist dafür nur ein Gebet von dir entfernt.

Für die deutsche Mannschaft beten werde ich allerdings nicht, denn der Bessere soll gewinnen. Und an einen „Fußballgott“ glaube ich auch nicht, höchstens, dass es einen „Fußballgötzen“ gibt.

Ich kenne nämlich etliche argentinische Christen, die ziemlich gut beten können. Darauf will ich es nicht ankommen lassen.

fussball2P.S. Was mir aber noch viel besser gefällt ist, was einige WM-Fußballer über ihre Beziehung zu Jesus und Gott sagen. Das fand ich die Woche in proKOMPAKT und bei www.facebook.com/glaubensimpulse. Um die einzelnen Aussagen der Fußballer besser lesen zu können, bitte auf das Bild klicken.

Leicht verlängerte Bauzeit…

Dienstagmorgen, 9:18 Uhr. Ich sitze in der Morgensonne auf den breiten Stufen vor dem Kölner Dom. In 15 Minuten soll mein Gesprächspartner hier sein, wir haben uns an diesem markanten Ort verabredet. Die Morgensonne ist angenehm, es gibt hier sogar kostenloses WLAN, das macht den Aufenthalt für mich immer etwas wertvoller…

kdSchräg vor mir sitzen vier ausländische Studentinnen. Sie haben keine Scheu, mich um Hilfe zu bitten, denn sie haben wichtige Fragen auf ihrem Zettel vor sich. „Wie lange wurde denn am Dom gebaut, wissen Sie das?“ Schwach habe ich in Erinnerung, dass es „sehr lang“ war. „Nein, leider weiß ich es nicht“, erwidere ich. Da habe ich eine Bildungslücke in deutscher und Architekturgeschichte. Aber das monumentale Gebäude hinter mir wirkt wirklich bombastisch. Schön, dass sie nicht aufgegeben haben, daran zu bauen, denke ich, egal wie lange es war.

Aber wozu gibt es Google. Später in der Woche wurmt mich die Frage, auf die ich keine Antwort hatte, doch. Drei Sekunden später ist das Ergebnis da: 632 (!) Jahre hat man daran gebaut, 1880 ist er erst fertig geworden. 1248 wurde mit dem Bau begonnen. Hammer! Da wirkt die Baustelle Flughafen BER richtig lächerlich.

Manche „Baustellen“ in unserem Leben dauern etwas länger. Nicht aufgeben! Dranbleiben. Auch wenn es etwas länger dauert, Umwege erfordert. Gott baut an unserem Leben, Gott baut an seiner Gemeinde. Und es lohnt sich, dranzubleiben – und in seinem Willen zu leben.

Diese Woche ist richtig vollgestopft: Predigtdienste in Velbert und Grevenbroich (die Gemeinden lassen übrigens grüßen!), umfangreiche Sitzung mit dem Vorstand der Velberter Mission, Gespräch in Köln, verschiedene persönliche Treffen, BFP-Vorstandssitzung in Erzhausen, erstes Treffen mit dem Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen in Hannover am Freitag, … Die Woche ist voll, aber erfüllt und sehr gut.

bus1Freitagabend, 19:04. Deutschland liegt 1:0 in Führung. Die Straßen in Hannover sind leergefegt. Ich fahre von meiner letzten Besprechung zum Hauptbahnhof Hannover in einem „Taxi“ mit 40 Sitzplätzen: Der Linienbus hat mich für mehrere Stationen als einzigen Fahrgast! „Alle Männer gucken Fussball“, lacht die Busfahrerin. Ich wechsle mit ihr einige Worte, während sie den Bus souverän durch die Straßen Hannovers steuert. An einer Haltestelle hat sie so viel Puffer eingefahren, dass ich aussteigen und den Bus fotografieren kann. Sie kommt aus Rumänien, erzählt sie mir und ein Bekannter von ihr sei in einer Freikirche in München, die Schuhkartons nach Rumänien transportiert hätten. Wir können in der Fahrpause nicht wirklich viel reden, da sie das ja eigentlich auch nicht soll und dann auch die Fahrgastzahl um 200% steigt. „Gute Reise“ wünscht sie mir und hält direkt vor dem Eingang zum Hauptbahnhof, wo eigentlich keine Bushaltestelle ist.

Das Eis am Hauptbahnhof Hannover ist supergut – und billiger als in München. Entspannt habe ich im ICE einen Tisch für mich – und das ohne Platzreservierung am Freitagabend. Ich freue mich auf München. Auf meine Frau, meine Familie – und meine Gemeinde.

Von der Vision zum GEISTbewegten Handeln

titel_gb_2014_06Der Duft des Essens, das gerade zubereitet wird, zieht verführerisch in seine Nase. Seine Augen bleiben jedoch geschlossen. Oben auf der Dachterrasse des Hauses sitzt einer, dem man ansieht, dass er viel im Freien arbeitet. Aber jetzt betet er. Schon eine geraume Zeit.

Ein Klippdachsfell hängt an der Leine und wirkt richtig edel. Der Hausbesitzer wird damit gutes Geld verdienen können. Hungergefühle machen sich beim Sonnengebräunten auf dem Dach breit.

Wer hat da gerufen? Leicht „verzückt“ und doch erschrocken, schaut sich der Beter um! Niemand ist zu sehen, keiner rührt sich. Die Köchin kann es nicht gewesen sein, sie ist emsig mit der Mahlzeit beschäftigt. Auch auf den Nachbardächern ist niemand zu sehen.

Da ist die Stimme wieder. Eindeutig, diese Aufforderung. Und was ist das? Realität oder etwas jenseits der Wirklichkeit? Der Beter sieht ein großes leinenes Tuch, das sich vom Himmel her nähert, jeweils an den vier Zipfeln gehalten. Schützend hält er den Arm vor sein Gesicht.

Doch was ist da in dem Tuch? Dem Dachbeter wird übel. Es krabbelt und wuselt darin nur so. Eindeutig! Alles unrein. Nichts für einen Juden, selbst mit noch so knurrendem Magen.

„Steh auf, schlachte und iss!“ Da ist sie wieder, diese Stimme, die sagt, was er nicht hören will und darf. Das passt nicht. Er kneift sich in seinen Arm. Nein, er träumt nicht, er ist hellwach! Aber diese Aufforderung – wie sollte er? Unreines essen? Nein, entschieden, niemals! Dieses Tuch mit dem Krabbelzeug – dreimal sichtbar – und gleich wieder weg. „Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein!“

Ganzen Artikel weiterlesen. Dieser Artikel erschien in GEISTbewegt Juni 2014 als Leitartikel.

Mama Elena und ihr jettender Enkel

Sechs intensive Tage in der Walachei

mama_elena84 Jahre ist sie alt. Als wir nach Targoviste kommen, sitzt sie in der Nachmittagssonne, ihre Arme hat sie vor sich gekreuzt. Schon im letzten Jahr hatten wir sie kennengelernt, damals ging es ihr gesundheitlich nicht so gut. „Ein wenig Herzprobleme habe ich, aber sonst geht es mir gut“. Mama Elena, schreibe ich mir später in meinem Handy auf, damit ich ihren Namen nicht vergesse.

„Wie geht es der Gemeinde in Deutschland?“, will sie am nächsten Morgen wissen, als sie uns beim Frühstück begrüßt. „Guten Tag“. Sie versucht sich auf Deutsch. Ihre Schwiegertochter hat ihr etwas Schafskäse hingelegt. Auch ein englisches Wort hat die rüstige alte Frau bereit. Sie ist hellwach und hochinteressiert, trotz ihres Alters – und stellt tiefgehende Fragen. Wie es unseren Kindern geht, will sie wissen. Ich zeige ihr ein paar Bilder auf dem Mobiltelefon. „Eine schöne Tochter habt ihr, ihr müsst sie mit nach Rumänien bringen.“ Sie lacht.

saal_targovisteWie lange sie denn gläubig sei, will ich wissen. „Mehr als 50 Jahre. Mein Mann war sehr mutig und unerschrocken. Gemeinsam sind wir hierher gegangen und haben mit der Gemeinde in unserem Haus begonnen, weil es keine Gemeinde in der Stadt gab.“ Heute versammelt sich die Gemeinde in einem repräsentativen Saal mitten in der Stadt – und es gibt weitere Gemeinden. Ihr Schwiegersohn zeigt mir den Raum, der früher den Gemeindesaal gebildet hat. Hier haben sich die Menschen während der kommunistischen Zeit versammelt, es war immer ziemlich voll.

„Als die Securitate kam und gesagt hat, wir dürfen uns nicht mehr versammeln, hat mein Mann gesagt, er würde zwar die Strafe zahlen, aber an der Versammlung würde er sich nicht hindern lassen. Dann sind sie nicht wiedergekommen“. Ihr Report wird richtig spannend.

Ihr Sohn ist heute erfolgreicher Unternehmer, hat mehrere Hotels. Die Missionare nächtigen in seinem Gästehaus – kostenlos, versteht sich. Und er ist aktiv in der rumänischen Außenmission, die vor zwei Jahren offiziell gegründet worden ist. Seine Frau bekocht uns mit einer Seelenruhe, obwohl sechs Kinder zu ihrem Haus gehören. An fast jedem Sonntag haben sie Gäste. Eigentlich ist sie eine Ingenieurin.

Sein Sohn, also der Enkel von Mama Elena, jettet an jedem Wochenende aus dem deutschen Trier, wo er gerade als Softwareentwickler arbeitet, nach Bukarest. Er will weiter hier in seiner Heimatgemeinde im Lobpreis dienen. Seine Firma bezahlt ihm die Flüge. Auch das ist Segen.

Mama Elenas Tochter ist L., die Frau von R., mit denen wir in diesen Tagen die Einsätze in Rumänien machen. „Ich habe viel geweint, als sie mich verlassen hat“, bekennt die betagte Mama freimütig. Heute dient L. mit großer Hingabe gemeinsam mit R. den Romas, besonders den Kindern, indem sie ihnen Musikunterricht gibt.

„Heute waren nicht so viele in der Versammlung“. Mama Elenas Stimme klingt besorgt. Sie ist mit ihren 84 Jahren natürlich dabei, als wir in der Biserica Efraim in Targoviste dienen. „2800 Gemeinden haben wir im ganzen Land“, erzählt mir ihr Sohn. Toll zu sehen, was sich hier geistlich entwickelt hat.

rUnser Dienst in diesen Tagen ist, Menschen zu ermutigen und die Mitarbeiter zu lehren. Petras Dienst wird in den meisten Gemeinden auf Augenhöhe zu meinem angenommen. Besonders während der Mitarbeiterkonferenz übernimmt sie weite Teile unserer Ausführungen zum Thema „Wiederherstellung“. Und dann spiegeln Menschen uns, wenn wir für sie beten und ihnen prophetisch dienen, was der Zuspruch für ihr Leben bedeutet – ohne dass wir den Hauch einer Ahnung davon haben, was sie bewegt. Die Teenager in Valea Corbului, die fast vollzählig zum Seminar der „Alten“ erschienen sind, tuscheln begeistert und tauschen aus, was sie im Gebet als Zuspruch bekommen haben. Das berührt uns.

Einfache Menschen, besonders bei den Roma oft völlig ungebildet, lieben Jesus und dienen ihm. „Kannst du dich erinnern, dass du über dieses Thema vor 11 Jahren in Brateiu gesprochen hast? Das hat mich sehr berührt.“ Schwach kann ich, aber sie können es oft besser. M. begrüßt uns mit einer herzlichen Umarmung. Auch sie war schon 2009 in Brateiu dabei. „Wir haben auf euch gewartet“, begrüßt man uns im Roma-Dorf. Es ist, als wenn wir in unsere Familie kommen. Nicht alle sind nach deutschem Standard gewaschen, aber das stört uns nicht. Nach vielen Händedrücken waschen wir uns halt…

Kommt ihr nächstes Jahr auch zu uns? Für mehrere Tage. Der Leiter der eher traditionell geprägten Gemeinde in Pitesti, in der unsere A. aus München ihr Zuhause hat, öffnet sein Herz. Wir wollen beten und prüfen, welche Türen Gott uns öffnet.

Gemeinde – das sind Menschen, die sich hingeben für das Reich Gottes, die Jesus lieben und dienen. In München – und in Rumänien. Spuren des Segens sind über Generationen zu verfolgen.

Das haben wir auch diesmal gesehen. Bei Mama Elena – und bei den Romas in Valea Corbului.

P.S. Wir waren wirklich in der „Walachei“… Wer’s nicht glaubt, fragt Google.

Die zwei Ahornbäume – 20 Jahre Haa Bee vier

sskDamals waren sie noch ganz klein. Unscheinbar standen sie vor dem neuen Gebäude. „Es sah alles richtig kahl aus, heute kann man den Schaukasten kaum noch sehen“, sinniert Alt-Pastor Heinz. Am 8. Mai 1994 wurden die Räumlichkeiten der FCG-M in der Hinterbärenbadstraße eingeweiht. Elf Jahre(!) des Gastdaseins in der Landwehrstraße beim CVJM gingen zu Ende, ein Jahr dauerte der Umbau. Die Gemeinde – und besonders Pastor Heinz – freute sich, endlich eigene Räume beziehen zu können und dass die langjährige Suche ein Ende hatte. „Wir haben alles probiert, und zum Schluss ging es dann alles ganz einfach“, sagte Pastor Heinz rückblickend. „Da hat Gott uns geführt. Die Sparkasse ist auch noch erheblich mit dem Kaufpreis heruntergegangen.“

Heute sind sie richtig groß, die zwei Ahornbäume vor unserem Gemeindehaus. Sie sind gewachsen, haben viele Verzweigungen bekommen. Und immer wieder müssen sie beschnitten werden. Manchmal machen sie auch viel Laub und Dreck, aber sie sind ein Ausdruck von Gesundheit und Leben. Das ist ein Bild für unsere Gemeinde. Wachstum, Entwicklung, Leben!

Heute sind sie zwanzig Jahre alt – die zwei Ahornbäume und so lange ist auch unsere Gemeinde in der Haa Bee vier, wie wir sie liebevoll nennen. Viele göttliche Wunder wurden auf dem langen Weg der nun schon fast 60-jährigen Geschichte unserer Gemeinde sichtbar. Der Baum ist gewachsen, vier Gottesdienste bevölkern am Sonntag in der Regel das Haus. Die Nebenräumlichkeiten platzen aus allen Nähten.

Göttliche Wunder brauchen wir als Gemeinde auch in Zukunft auf unserem Weg. Wir sind total dankbar, dass wir im Innenbereich des Mittleren Rings ein Gebäude (und ein Grundstück) schuldenfrei besitzen. Aber wir blicken in die Zukunft. Und da erwarten wir, dass Gott uns mehr gibt. Wie und wo das sein wird? Dafür brauchen wir ein echtes Wunder. Erwarten wir das?

hb4Zum Jubiläum wollen wir das Haus Anfang Juni mit einem neuen Anstrich versehen? Warum denn das noch, wenn das hier sowieso alles zu klein ist, fragte im Laufe der Woche jemand. Ganz einfach: Wir sind dankbar für die Vergangenheit, wir blicken erwartungsvoll in die Zukunft und leben im JETZT. Und da gestalten wir alles so gut wie möglich, ansprechend und schön, damit Menschen sich wohlfühlen und in der Gemeinde ein Zuhause haben. Wir wertschätzen das, was wir haben und sind dankbar.

Und wenn Gott uns dann eine neue Tür öffnet, gehen wir begeistert durch sie hindurch, dankbar rückblickend, mit Freude in die Zukunft.

Aber ohne Wunder geht das nicht…

Happy Anniversary – Haa Bee vier!

Gründonnerstag auf Karfreitag: Wellnessnacht mit Jesus

‚Die gestrige Gebetsnacht war phantastisch und ich bin nach nur wenig Schlaf schon wieder erstaunlich fit. Das liegt vielleicht daran, dass wir eigentlich eine Art ‚Wellnessnacht‘ mit Jesus hatten und er uns aufgetankt hat, ich bin froh, dass ich dabei sein konnte!‘ So lese ich am Freitagnachmittag begeistert von Andrea A. in meiner eMail-Box. Auch ich bin erstaunlich fit, obwohl ich nur eine Stunde zwischen 8 und 9 Uhr geschlafen habe, bevor ich nach einer kleinen Dusche in die Karfreitagsfeier gehe.

IMG_9356Liebevoll ist bereits alles vorbereitet, als ich gegen 18:30 Uhr im Gemeindezentrum eintreffe. Doro und Ems haben frische Blumen gebracht und die mit einem Weidenkranz dekoriert. Der Saal ist in zwei Segmente einteilt. Auf der einen Seite lange gedeckte Tafeln für das gemeinsame Abendessen, auf der anderen Seite ein mehrfacher Stuhlkreis mit Rosen, Kerzen und Kissen in der Mitte.

Und dann heißt es erst einmal Stühle rücken und Tische hinzustellen, denn die Zahl der Teilnehmer übersteigt die der angemeldeten weitaus. Aus unserer bulgarischen Gruppe kommen etliche Teilnehmer dazu, so dass wir spontan eine Übersetzung organisieren müssen. Und der Lobpreis wird international umgestellt.

IMG_9359Christine S. führt uns in die Bedeutung der verschiedenen Elemente des Passahmahls ein, Jatschi P. erweist sich als souveräner Leiter der Passahnacht. Das sich anschließende Abendessen ist reich ausgestattet – und reicht gut, trotz der erhöhten Teilnehmerzahl. Lobpreis, Abendmahl, Gebetszeiten und einige Impulse (Andachten) ergänzen das nächtliche Programm.

Frau XYZ ist heute zum ersten Mal da, jemand aus der bulg. Gruppe hat sie mitgebracht. Sie fühlt sich zunächst sehr unsicher und so mache ich sie mit meiner Frau Petra bekannt. Sie essen gemeinsam und ich beobachte, wie beide sich während des Essens intensivst unterhalten. Nach dem Essen gehen sie an die Seite. ‚Sie hat gleich ihr Leben Jesus übergeben, sie war richtig vorbereitet.‘ Petra berichtet mir voll begeistert.

IMG_9451Unser persischer Bruder Reza schleppt eine Waschschüssel aus Porzellan, die er in einem persischen Laden geschenkt bekommen hat, an, dazu einen großen Stapel Handtücher. Er hätte auf dem Herzen, wir sollten Fußwaschung ‚um drei Uhr nachts‘ praktisch machen. Jatschi hat ihm gesagt, er solle um 22:00 Uhr kommen. Aber die Planung ist wohl himmlisch, mittlerweile ist es gegen 2:00 Uhr. Johanna D. leitet uns mit sichtbarer Begeisterung an, wie man denn in ihrer Heimat Fußwaschung praktiziert hätte. „So musst du dir das Handtuch umbinden“, zeigt sie mir. Der Balsam in Schaumform spritzt mir so richtig aus dem Druckbehälter heraus, so dass ich aufwischen muss. Diesen Kummer hatte Jesus wohl nicht.

Das Wasser und der Balsam tuen meinen Füßen spürbar gut. Ich kann nachvollziehen, wieso Petrus ganz gebadet werden wollte. Ein heiliger Moment und doch mit viel gelöster Fröhlichkeit und herzlicher Geschwisterlichkeit. Ein bulgarischer Bruder schüttelt eine kleine zeugnishafte Predigt über die Bedeutung aus dem Ärmel, was er mit der Fußwaschung verbindet. Er ist sichtlich berührt. Jantha übersetzt in die eine und die andere Richtung. Christl B. betont in ihrer Andacht, dass es nicht um die äußere Handlung geht, sondern um deren Bedeutung. Aber auch die äußere Handlung fehlt in dieser Nacht nicht.

Gegen Morgen dünnt sich zwar die Zahl der Teilnehmer etwas aus, als aber um 4:00 Uhr Christine F. dazukommt, um die Teilnehmer mit ihrer morgendlichen Frische so richtig aufzumischen, wie sie meint, ist sie erstaunt, dass der Lobpreis noch so begeistert und die Gebete so engagiert sind. Es ist wirklich eine Wellnessnacht mit Jesus…

IMG_9477Der Bäcker in der Nachbarschaft hat schon um 6:30 Uhr auf. Und so gibt es frische Semmeln zum Frühstück. Vorher ist schwuppdiwupp der Saal noch umgebaut für die nachfolgende Abendmahlsfeier am Karfreitag: Der Abendmahlstisch steht im Zentrum der kreisförmig gestellten Stühle.

Oliver spricht zur Abendmahlsfeier über das Weizenkorn, das sterben muss. Dazu gibt er Körner herum. Ich knabbere auf einigen herum. Ganz schön hart, die Hülse, finde ich. Aber das „in die Erde gelegt werden“ weicht auch diese Hülse auf. Und Frucht entsteht. Lass dich als Weizenkorn säen, klingen Olivers Worte bei mir nach… OK, Herr!

Diese Nacht war wirklich irgendwie der Hammer. Wiederholung durchaus nicht ausgeschlossen.

Kann man durch „Gutes tun“ Schuld beseitigen?

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Die beleuchtete Allianz-Arena des FC Bayern am Abend des 15.3.14

In der Haut des Richters hätte ich nicht stecken wollen: Vor dem Gerichtsaal skandieren die Fans, eine Flotte von Übertragungswagen direkt daneben, ein Heer von Journalisten drinnen. Die ARD ändert ihr Abendprogramm und sendet zur Urteilsverkündigung einen ‚Brennpunkt‘. Man hat das Gefühl, dass Deutschland am Rand einer ’nationalen Katastrophe‘ taumelt. Ex-FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird verurteilt.

„Er hat so viel Gutes getan, man kann ihn doch nicht einsperren“. Die Frau im Fernsehinterview wirkt erregt und ist den Tränen nahe. Ja, er hat in seiner Wurstfabrik viele Arbeitsplätze geschaffen, unsere Stadt zu „Weltruhm“ gebracht, viele Steuern bezahlt – und sogar seeeeehr viel gespendet.

Beim Mittagessen debattieren wir in der Familie noch darüber, ob er denn wohl eine Strafe zu erwarten hätte? Schuld muss seitens des Staates geahndet werden, äußere ich mich, sonst verliert er jede Glaubwürdigkeit – und jeder tut dann letztlich, was er will. Das geht nicht.

Um 14.11 Uhr fiepst am Donnerstag mein Handy, was es immer tut, wenn eine Eilmeldung kommt. Drei Jahre und sechs Monate, lese ich.

Am Schluss reicht alles Gute, was der Angeklagte getan hat, eben doch nicht. Selbstanzeige unwirksam, über die genauen Umstände will ich mich hier nicht weiter auslassen. Schuld, so lernen wir in dieser Woche, kann eben nicht durch ‚gute Taten‘, ’soziales Engagement‘ und auch nicht durch ‚Prominenz‘ unwirksam gemacht werden. Schuld muss gesühnt werden. Wenn sie nicht gesühnt wird, verliert das menschliche Miteinander seine Basis und Glaubwürdigkeit.

Hätte der ‚liebe Gott‘ das mit der Sünde nicht auch einfach ‚durchwinken‘ können? Adam, du hast so viel gearbeitet und gemeinsam mit deiner Eva einen tollen Job bei der Namensgebung der Tiere getan. Vergessen wir die Geschichte doch einfach! Bewährung! Lassen wir das mit der Frucht, mit dem Baum, mit der Schlange. Das ist doch nur EINE Frucht, nicht mal 27,2 Millionen Äpfel, Birnen, oder Kiwis… Halb so wild.

Nein, das funktioniert eben nicht. Durchwinken ist nicht möglich! Schuld kann nur gesühnt werden. Punkt!

Und genau das hat Jesus für uns getan und die Schuld ‚übernommen‘, als er am Kreuz starb. So hat die Gerechtigkeit wieder eine Basis bekommen. Wir können das annehmen, in dem wir umkehren und Buße tun, eine ‚Selbstanzeige‘, sozusagen. Und dann können wir als Menschen, denen vergeben ist, leben. Das ist der Hammer! Das ist genial! – Aber die ‚Selbstanzeige‘ muss aufrichtig sein, lernen wir in dieser Woche auch.

Diese gute Nachricht davon, dass Jesus die Schuld übernommen hat, wäre eigentlich jeden Abend einen ARD-Brennpunkt wert…

Donnerstagabend. Ein befreundeter (ausländischer) Pastor, selbst fußballbegeistert und deswegen Vereinsmitglied beim FC Bayern hat „seinem“ Ex-Präsidenten einen Brief geschrieben. Er schrieb mir die Tage in einer eMail: „Ich habe ihn ermutigt (Gott verdammt niemanden) …… und das Heft von „…“ und „…“ beigelegt. Prompt, drei Tage später, bekam ich eine Antwort, von ihm persönlich, wo er seine Dankbarkeit geäußert hat und sich über meinen persönlichen Brief gefreut hat. (…) Ich werde ihm jetzt wieder einen Brief schreiben und den Hlg. Geist bitten, mir die richtigen Worte zu geben.“

Es gibt also doch noch gute Nachrichten für ihn.

Und für uns.

Ukrainische Pfingstgemeinden dienen auf dem Maidan mit Gebets- und Seelsorgezelten

PEF ruft zu Fasten und Gebet für die Ukraine auf.

marekEs ist ein bewegender Moment während der Leiter-Konferenz der PEF (Pentecostal European Fellowship) vom 5. bis 7. März in Hannover. Der Präses der polnischen Pfingstgemeinden, Marek Kaminski (Warschau), berichtet von seinem Besuch am vergangenen Wochenende auf dem Maidan in Kiew/Ukraine.

Kaminski schildert der Pfingst-Europa-Gemeinschaft auf ihrer jährlichen Leitertagung seine persönlichen Eindrücke. Im Auftrag seiner und einiger mit ihr freundschaftlich verbundenen Freikirchen überbrachte er der Ukraine finanzielle Hilfe. „Wir haben keine antirussischen Agitationen erlebt, die Leute wollen einfach nur in Freiheit leben“. Mit Tränen in den Augen spricht er von den Opfern, die der Freiheitskampf gekostet hat: „Ich sah Soldaten im Alter meines Sohnes.“ Gleichzeitig sprach er den anwesenden Vertretern der russischen Pfingstbewegungen seine Zuneigung aus. „Brüder, wir wollen nichts zwischen uns durch diesen Konflikt kommen lassen, wir wertschätzen euch“.

gebetWährend der PEF-Konferenz ist der Bischof der ukrainischen Pfingstgemeinden, Mykhalo Panocko, per Skype nach Hannover zugeschaltet. Er berichtet von der aktuellen Situation in dem herausgeforderten Land. „Unsere Gemeinden dienen mit Seelsorge- und Gebetszelten auf dem Maidan.“ Dr. Arto Hämäläinen, Vorsitzender der PEF, spricht dem ukrainischen Bischof die Segenswünsche der europäischen Pfingstbewegung zu und fordert die anwesenden Delegierten aus 25 europäischen Nationen zu Gebet und Fasten für die Ukraine auf. Das wird während der Konferenz gleich praktisch umgesetzt. Die ganze Konferenzversammlung geht zur Fürbitte für die Ukraine auf die Knie.

jj01Präses Johannes Justus heißt die PEF in Hannover willkommen. Er verbindet das mit dem Gedanken, dass Isaak ein Sohn der Verheißung war. Er ermutigt die Pfingstgeschwister, aus der eigenen Berufung als Söhne der Verheißung zu agieren und so in der Berufung Gottes zu leben.

Am Donnerstag gibt es drei inspirierende Berichte über Gemeindegründung in Spanien, Russland und Rumänien. Die Vertreter der Bewegungen berichten über Gemeindeneugründungen und Wachstum der Bewegung. 2300 Gemeinden mit 300 Reha-Einrichtungen in der russischen Bewegung, 3000 Gemeinden in Rumänien. Die Spanier wollen bis 2020 mindestens 1000 neue Gottesdienstplätze eröffnen. Ihr Leiter Juan Carlos Escobar stellt mit einem kreativen Videofilm dar, wie dies umgesetzt wird. Begonnen haben sie mit einem intensiven Ausbildungsprogramm. Auch neue kreative Formen der Evangelisation (Stichwort: „Flashmob“) werden von ihm vorgestellt. Die PEF-Versammlung applaudiert spontan.

pefAls Abschluss der Konferenz steht ein Symposium über Familie und Ehe auf dem Programm. Aus EU-Sicht berichtet dazu die dänische Politikerin Tove Videbaek, die als Christin für das EU-Parlament kandidiert; als Theologe der Präsident des Continental Theological Seminary in Belgien, Dr. Joseph Dimitrov; Jeff Fountain (Holland),  Vorsitzender des Runden Tisches von »Hope for Europe« und der Sprecher der französischen Pfingstbewegung »Assemblée de Dieu« und des Nationalen Rates der Evangelikalen in Frankreich CNEF, Thierry Le Gall.

Die PEF repräsentiert ca. 6 Millionen Pfingstler in 55 Bewegungen aus 37 europäischen Nationen. Vorsitzender ist seit 2013 der Finne Dr. Arto Hämäläinen. Er ist der Nachfolger von BFP-Altpräses Ingolf Ellßel, (Tostedt), der die PEF 12 Jahre geführt hat.

www.pef.eu